ältere Person mit Osteoarthritis der Hüfte

„Timed up and go“-Test: Indikation und Ablauf

Der Timed Up and Go (TUG)-Test ist ein Screening-Test, der von medizinischem Fachpersonal verwendet wird, um das Sturzrisiko zu bestimmen. Es erfordert sehr wenig Ausrüstung und die Verabreichung dauert weniger als 3 Minuten. Dieser Artikel beschreibt den Test und erläutert die Interpretation der Ergebnisse.

Definition und Indikationen

 

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Das „Timed up and go“ zielt darauf ab, die Sturzwahrscheinlichkeit vor allem bei älteren Menschen zu ermitteln. Neben der geriatrischen Bevölkerung ist es auch für die folgenden Bevölkerungsgruppen validiert:

 

  • Parkinson-Krankheit
  • FRAU
  • Hüftfraktur
  • Alzheimer-Krankheit,
  • AVC
  • totaler Knieersatz oder totaler Hüft- und Knieersatz
  • Huntington-Krankheit.

 

Schließlich kann der Test verwendet werden, um Fortschritte im statischen und dynamischen Gleichgewicht zu messen (z. B. nach Abschluss eines Bewegungsprogramms mit Gehen und Wechseln vom Stehen ins Sitzen).

 

Das TUG hat den Vorteil, dass es leicht zu erklären und in die Praxis umzusetzen ist (fast ohne Materialbedarf). Seine messtechnischen Eigenschaften (Spezifität, Sensitivität, Validität etc.) sind zuverlässig und der Test liefert brauchbare Ergebnisse zur Reduzierung des Sturzrisikos bei Risikopersonen, kann aber das Sturzrisiko nicht eindeutig vorhersagen (im Gegensatz zu anderen Tests, die das tun haben bessere Vorhersagefähigkeiten).

 

 

Verfahren

 

Die für die Durchführung des Tests erforderliche Ausrüstung ist ein Stuhl mit Armlehne, eine Stoppuhr und ein Klebeband (um 3 Meter Abstand zum Stuhl zu markieren).

 

Zur Durchführung des „Timed Up and Go“ tragen die Patienten ihre gewohnten Schuhe und können bei Bedarf sogar eine Gehhilfe (z. B. Gehstock) verwenden. Das Verfahren ist einfach: Der Patient beginnt in sitzender Position und steht dann auf Anweisung des Untersuchers auf. Er muss dann 3 Meter gehen, sich um 180 Grad drehen und dann zu dem Stuhl zurückkehren, auf dem er sitzt. Die Zeit stoppt, wenn der Patient vollständig sitzt.

 

Hinweis : Der Patient kann von einem Versuch profitieren, bevor seine Leistung zeitlich festgelegt wird. Aus Sicherheitsgründen ist es vorzuziehen, in der Nähe des Patienten zu bleiben, um einen Sturz zu vermeiden.

 

Es gibt einige Alternativen zu „Timed Up and Go“, um das Sturzrisiko des Patienten besser einschätzen zu können. Beim „manuellen TUG“ beispielsweise trägt der Testteilnehmer ein Glas Wasser in einer Hand, während er den Standard-TUG durchführt. Andererseits wird der kognitive TUG durchgeführt, indem der Patient gebeten wird, in 3er-Schritten rückwärts zu zählen (z. B.: 100, 97, 94, 91 usw.), während der herkömmliche TUG-Test durchgeführt wird.

 

 

Deutung

 

Die vom Beginn des Tests bis zur Rückkehr des Patienten in eine sitzende Position verstrichene Zeit bildet den „Timed Up and Go“-Score. Eine ältere Person, die ≥ 12-14 Sekunden benötigt, um den TUG auszuführen, ist einem erheblichen Sturzrisiko ausgesetzt. Entsprechendandere Quellen, kann die Interpretation wie folgt vorgenommen werden:

 

  • ≤ 10 Sekunden: Patient zeigt ein Ergebnis innerhalb normaler Grenzen
  • ≤ 20 Sekunden: Der Patient ist ausreichend mobil und könnte ohne technische Hilfe selbstständig ausgehen
  • ≤ 30 Sekunden: Der Patient hat Mobilitätsprobleme, benötigt Gehhilfe und ist nicht unabhängig.

 

Neben der Zeit kann der Untersucher verschiedene andere Dinge beobachten, wie z. B. Körperhaltung, Gang, Schrittlänge, Stabilität, Armbewegung usw. des Patienten.

 

Beispielsweise kann ein langsamer, zögerlicher Gang auf andere neurologische Störungen hinweisen, die einer weiteren Untersuchung bedürfen. Gleiches gilt für Gleichgewichtsverlust, zu kurze Schritte, Blockrotation des Rumpfes, unsachgemäße Verwendung von technischen Hilfsmitteln etc.

 

 

Referenzen

 

  • https://www.physio-pedia.com/Timed_Up_and_Go_Test_(TUG)
  • https://www.cdc.gov/steadi/pdf/TUG_test-print.pdf

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